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Ökostrom – Wechsel auf grün

wind-turbine-414214_640Heute kann jeder aktiv etwas dafür tun, dass der Anteil des Atomstroms oder der von fossilen Brennstoffen an der nationalen Energieversorgung weiter sinkt. Die richtige Alternative lautet hier Ökostrom. Seit dem Supergau in der japanischen Kernkraftanlage von Fukushima, ist der Anteil der Ökostrom-Anbieter in Deutschland nochmals deutlich gestiegen. Derzeit liegt er in Deutschland bei etwa 17 Prozent; Tendenz weiter steigend. Der Wechsel an sich, hin zu einem „sauberen“ Stromanbieter, ist im allgemeinen relativ einfach und für den Verbraucher generell auch risikolos.

Aber was ist unter dem Begriff „Ökostrom“ nun zu verstehen?

In der Bundesrepublik Deutschland fallen darunter alle Erzeuger der erneuerbaren Energiequellen wie Wind- und Wasserkraft, Biomasse sowie der Solarstrom aus den Fotovoltaikanlagen. Aber auch der Strom aus Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung, die zu ihrem Betrieb fossile Brennstoffe wie Erdgas benutzen, werden als ökologische Energieträger gewertet. Allerdings besitzen diese photovoltaic-491702_640Anlagen den Vorteil gegenüber den herkömmlichen Kraftwerken, dass bei der Energieerzeugung sowohl Strom als auch Wärme erzeugt wird, was langläufig wesentlich effektiver und klimaschonender ist, als nur die reine Stromerzeugung.

Mittlerweile ist der Strommarkt heiß umkämpft und zahlreiche Anbieter werben mit eigenen Ökostromtarifen. Allerdings handelt es sich bei den Angeboten um Produkte von Wiederverkäufern oder Reseller. Den größten Nutzen für die Umwelt erzielt man allerdings, wenn der Abschluss mit einem unabhängigen Ökostrom Anbieter getätigt wird. Denn nur hier besteht auch die Garantie, dass es sich bei dem Produkt um qualitativ hochwertigen Ökostrom handelt.

Qualität der Produkte

pinwheel-330078_640Um die Qualität der Produkte für den Kunden transparent und überprüfbar zu machen, existieren mittlerweile eine ganze Reihe von Gütesiegeln und Zertifikate für Ökostrom. Allerdings gibt bei diesen beiden Auszeichnungen signifikante Unterschiede, die vorher beachtet werden sollten. So geben die Zertifikate für Ökostrom die Herkunft und die Zusammensetzung des Stromes preis. Für die Vergabe sind sowohl die Quellen und die Anteile des „sauberen“ Stromes wichtig. Der wesentliche Nachteil eines Zertifikates ist aber, dass mit ihnen gehandelt werden kann und dabei keinerlei Aussagen über die eigentliche Qualität des jeweiligen Ökostromtarifes gemacht werden. Über letzteres geben die Gütesiegel wesentlich mehr Aufschluss. Des Weiteren ist die Vergabe solcher Siegel an bestimmte Voraussetzungen gebunden wie zum Beispiel, dass ein Teil der Einnahmen in den Bau neuer Anlagen für die regenerative Stromerzeugung gesteckt wird und das die Anlagen ein bestimmtes Alter nicht überschreiten dürfen.

Je mehr Verbraucher sich für den Ökostrom entscheiden, umso mehr wird auch der Anteil des konventionellen Stroms im heutigen Energiemix abnehmen. Dabei muss für die Entscheidung hin zum Ökostrom, nicht gleich automatisch teuer erkauft werden. Manche Ökostromtarife sind heute deutlich günstiger als so mancher Grundversorger. Welche Angebote in der jeweiligen Region heute schon existieren, kann mit den diversen Stromvergleichsportalen im Internet ermittelt werden.